Kommunikation
Warnung, Radio und Handy: So bleiben Sie im Stromausfall informiert
Wie Warnungen ankommen, was die Sirenensignale bedeuten, warum das Handynetz schnell an Grenzen kommt und warum Treffpunkte und eine Telefonliste auf Papier so viel helfen.

Lesezeit 5 Min.
In einer Krise ist Information so wichtig wie Wasser. Wer weiß, was passiert ist und was zu tun ist, bleibt ruhig. Deshalb lohnt es sich, die Warnwege zu kennen und vorzusorgen, solange alles funktioniert.
Wie Warnungen ankommen
Mit Handy und Netz: Warn-Apps wie NINA und die Handy-Warnung per Cell Broadcast.
Auch ohne Netz: Radio mit Batterie, Kurbel oder im Auto, Sirenen und Lautsprecherwagen.
Die Sirene kennt zwei Signale. Eine Minute auf- und abschwellender Heulton heißt: Gefahr, informieren Sie sich, zum Beispiel im Radio. Eine Minute Dauerton heißt Entwarnung. Was konkret zu tun ist, sagt die Durchsage.
Wenn das Handynetz ausfällt
Der Notstrom vieler Mobilfunkmasten reicht nur zwei bis vier Stunden. Bei einem größeren Stromausfall wird außerdem jede Funkzelle zum Engpass, wenn Tausende gleichzeitig telefonieren.
Kurz fassen: lieber eine Textnachricht als ein langes Telefonat.
Akku schonen: Helligkeit herunter, unnötige Apps schließen, Powerbank bereithalten.
Notruf geht nicht? Gehen Sie zur nächsten Polizeiwache, ins Krankenhaus oder zu einem besetzten Feuerwehrgerätehaus.
Anlaufstellen vor Ort
Bei einem großen Ausfall öffnen Städte und Gemeinden Notfall-Anlaufstellen, oft auch Leuchttürme oder Notfall-Infopunkte genannt. Dort gibt es Informationen und eine Verbindung zur Leitstelle. Merken Sie sich, wo die nächste Stelle ist. Das nächste Feuerwehrgerätehaus ist immer ein guter Anlaufpunkt.
Das Radio ist Ihr wichtigster Draht
UKW-Sender haben Notstrom. Ein Radio mit Batterie oder Kurbel, und zur Not das Autoradio, bringt Ihnen die Durchsagen. Notieren Sie die Frequenzen Ihrer Regionalsender. Ein Gerät mit UKW und DAB+ ist die beste Wahl. Und legen Sie Stift und Papier daneben: Was ist passiert, wo, was soll ich tun, wann gibt es neue Informationen?
Treffpunkte und Telefonliste
Wenn das Handy schweigt, hilft nur, was vorher verabredet ist.
Zwei Treffpunkte festlegen: zu Hause und einen Ausweichort in der Nähe.
Klären, wer wen abholt: Kinder, ältere Angehörige, Menschen ohne Auto.
In Schule und Kita fragen, wie es dort bei Stromausfall läuft und wer Ihr Kind abholen darf.
Eine Telefonliste auf Papier schreiben: Familie, Nachbarn, Arbeitgeber, Hausarzt, Apotheke, Vermieter. Eine Liste ins Notgepäck, eine an den Kühlschrank.
Die wichtigsten Nummern: 112 Feuerwehr und Rettungsdienst, 110 Polizei, 116117 ärztlicher Bereitschaftsdienst, 115 Behördennummer.
Quellen: BBK, Vorsorgen für Krisen und Katastrophen, Stand 11/2025 · Stadt Stuttgart, Informationen zum Stromausfall · Open.NRW, Notfallanlaufstellen der Kreise Kleve, Krefeld, Viersen, Wesel
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